Sonntag, 13. November 2011

Initiative Sonntagssüß - Nusskuchen glutenfrei + vegan -

Und wieder sind wir beim Sonntagssüß dabei! Erneut glutenfrei, dieses Mal aber in Kastenform. Das Rezept für glutenfreien und veganen Nusskuchen mit Schokostreuseln und Lebkuchenglasur gibt's weiter unten.

Verschiedene Firmen haben in den letzten Jahren verschiedene glutenfreie Backmischungen in verschiedenen Geschmacksrichtungen auf den Markt gebracht. Einige mögen wir, andere nicht. Vor relativ kurzer Zeit kam der Hersteller RUF dazu, günstige Backmischungen mit guten Backeigenschaften und gutem Geschmack zu vermarkten.

Für unbedarfte Nichtglutenfreiesser als kleine Info: Als ich "damals" vor drei Jahren meine Diagnose Zöliakie erhielt, wurde mein Leben schlagartig teurer. Brot kostet das vierfache, viele Brotsorten kann man ungetoastet aber kaum essen, da sie krümeln und bitter schmecken. Für 1kg Mehl kann man zwischen 1,80€ bis 5€ bezahlen, mangels Klebereiweiß (das ist das, was "wir Zölis" nicht abkönnen) bröseln die Backstücke aber gern vor sich hin. Die Lösung heißt bei mir "Fiberhusk", nichts anderes als Flohsamenschalen. Das kostet aber auch wieder Geld, blöderweise mag ich nur die teuersten. Für 500g Nudeln bezahlt man wenigstens 1,49€ (gibt es inzwischen bei Lidl!), in "normalen" Geschäften, Drogeriemärkten und Reformhäusern legt man aber in der Regel 2,99€ für ein Paket hin. Bei alledem ist guter Geschmack nicht garantiert. Es könnte alles ganz furchtbar furchtbar sein, wären Allergien und Unverträglichkeiten nicht gerade "im Kommen". Verschiedenste Firmen merken nämlich, dass mit uns Nichtallesessenkönnern Geld zu machen ist und springen auf den Allergiezug auf. Positiver Nebeneffekt: Der Wettbewerb bestimmt den Preis und scheinbar wird das glutenfreie Leben gerade etwas günstiger ...

Wieder zurück zu unserem heutigen Kuchen. Leider ist noch niemandem aufgefallen, dass Menschen, die sich glutenfrei ernähren, manchmal ganz schrecklichen Japp auf Nusskuchen haben! (Also ich.) Jetzt mal ehrlich - warum gibt es keinen glutenfreien Nusskuchen in Kastenform? Den mit Nussglasur? So haben wir einen selbst gemacht.

Noch einmal zur Erklärung: Ich benutze oft Backmischungen, weil die einfach einfacher in der Handhabung sind. Eine glutenfreie Mehlmischung besteht aus vielen verschiedenen Mehlsorten, weil z.B. reinem Maismehl jegliche Bindungseigenschaft fehlt. Eine glutenfreie Backmischung inkludiert außer der Mehlmischung auch noch Zucker, Schokotröpfchen, Aroma und was eben noch so alles in eine Backmischung gehört.

Meine Schwester würde gern vegan leben, wohnt aber noch bei unseren Eltern und mag nicht selbst kochen, weshalb sie nur vegetarische Kost bekommt. Sehr gemein, in ihren Augen., tut es aber noch nicht. Um mich auf spätere Zeiten vorzubereiten, übe ich mich hin und wieder in veganem Kochen und Backen.

Heute ließ ich mal das Ei weg und habe es gegen Sojamehl getauscht. Jedes Mal bin ich über die Konsistenz und den zwar eigenwilligen, aber angenehmen Geruch überrascht.
Ich bilde mir ein, Kuchen und Muffins werden mit Öl saftiger als mit Margarine.

Übrigens ist nur die Mehlmischung vegan, in der mitgelieferten Glasur ist Milchzucker.


Glutenfreier und veganer Nusskuchen mit Schokostreuseln und Lebkuchenglasur

- eine Backmischung RUF Schokoflockenkuchen
- 3 EL Sojamehl + 6 EL Wasser
- 100g Sonnenblumenöl
- 100g gemahlene Nüsse
- ggf. Vanillemark
- 100g milchfreie Schokolade oder Kuvertüre
- etwas Lebkuchengewürz

Sojamehl und Wasser vermengen, Öl und Mehlmischung dazugeben und natürlich die vorgegebenen drei Minuten verrühren (Backchefin Tochter.Groß spricht!). Dann  Schokoflocken, Nüsse und - wer mag - etwas Vanillemark hinzugeben und kurz umrühren. In eine gefettete und leicht eingestärkte Form geben und laut Anweisung backen. Normalerweise ziehe ich trotz neuem Herd 10 - 20 Grad ab und lasse den Kuchen dafür wenige Minuten länger im Rohr.

Nach dem Abkühlen Schokolade, bzw. Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und ein wenig (!) Lebkuchengewürz einrühren. Dann abschmecken und evtl. etwas mehr hinzugeben. Auf den Kuchen streichen, fertig. (Oder man lässt es fließen wie wir und wundert sich dann, weshalb die Hälfte daneben geht, was dann in Kombination mit dem definitiv nicht gegangenen Teig doch wieder aussieht wie geplant - oder?)



Wir sind gerade gespannt auf den Geschmack, denn man soll es glauben oder nicht - dieses Posting ging mir vor! (Außerdem ist der Tee noch nicht fertig)

Viele Grüße, Jasmin

PS: Lecker!

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