Sonntag, 6. November 2011

Nähfragezeichen Nummer 12

Auch beim Nähfragezeichen von crafteln "muss" ich mitmachen. Nicht, dass mir gerade Ideen für Postings fehlen würden, aber hier verhält es sich ähnlich wie beim Sonntagssüß - ich freue mich schon lange darauf, dabei mitzumachen. Zumal ich ja tatsächlich bereits Leser habe! Wahnsinn ;) Die aktuelle Frage dreht sich um Knopflöcher. Na das passt ja ...


Angstgegner Knopflöcher
Die meisten Nähmaschinen können automatisch Knopflöcher produzieren. Warum sind Knopflöcher trotzdem ein Angstgegner? Welche Tipps und Tricks (oder gute Anleitungen im WWW) kennt ihr, um Knopflöcher ganz elegant, selbstverständlich und einfach zu machen. 

Meine Maschine kann auch Knopflöcher, ganz sicher. Sie sagt mir nur nicht, wie! Gut, so lange bin ich ja nun noch nicht unter den NäherInnen und ganz sicher war meine bisherige "Karriere" auch ein wenig davon geprägt, dass die Anleitung für Viktoria irgendwann verschütt ging. Über das Alter einer Dame spricht man zwar nicht, aber die Gute ist mittlerweile weit über 25 Jahre alt und da kapituliert sogar Google bei der Anleitungsfindung. Meine bisherigen Erfahrungen belaufen sich auf drei versuchte und ein geschafftes Knopfloch. Geholfen hat mir für den letzten (erfolgreichen) Versuch ein auf dem Flohmarkt für sagenhafte 50 Cent erstandenes Buch namens Das praktische Handarbeitsbuch von Gertrud Oheim, das ich in einer viel schöneren Ausgabe besitze als das, was beim Großen A zu erkennen ist. Nun nahm ich dann endlich mal eine dünne Nadel (warum habe ich zuvor mit einer 90er genäht?), ließ den vermeintlichen Knopflochfuß beiseite und dann ging es ans Versuchen. Dabei stellte ich für mich fest:

- eine dünne Nadel macht dünnere Löcher in den Stoff als eine dicke Nadel
- zu großer Abstand sieht doof aus, zu kleiner Abstand dellt sich aus
- ich muss den Stofftransport dem Stofftransport überlassen, damit sich ein annähernd gleichmäßiges Bild ergibt
- wenn ich ein Knopfloch in ein beinahe fertiges Projekt einfüge, gelingt es mir besser als auf einem Probestück Stoff
- ich komme mit Anleitungen aus alten Büchern, die so richtig schön kompliziert und eingestaubt sind, bei "komplizierten" Dingen scheinbar besser zurecht als mit welchen, die z.B. mit "verdammt einfach" oder "unkompliziert" gekennzeichnet im Netz zu finden sind

Es ging nämlich richtig um etwas! Tochter.Groß wollte endlich auch mal eine Tasche haben. Ich hatte mir bereits einige genäht, meiner Mutter auch und meiner Schwester sowieso, nur der Nachwuchs war bis dato leer ausgegangen. Derweil hatte Freundin Kati für ihre Tochter (welch Zufall - die beste Freundin von Tochter.Groß!) bereits eine wunderschöne, farbenfrohe, handwerklich beinah einwandfreie Tasche genäht. Klar, dass ich da in Zugzwang war - und unter Leistungsdruck stand. So entstand die berühmte Apfeltasche von Farbenmix. Und wer eine Apfeltasche sein will, braucht ein Knopfloch.

Leider sieht man hier, dass man kein Knopfloch sieht. Zum Zeitpunkt der Knopflochnäherei hatte ich allerdings das Blatt schon an den Apfel genäht.
Ganz gerne drücke ich mich ja vor Dingen! Abwaschen, morgens Kaffee kochen, bei Nebel Autofahren ... Das Übliche. Klar, dass ich mich dann auch temporär vor Knopflöcher drücke! Wie? So!
Hier ist einfach eine kleine Schlaufe eingenäht.
Weitere Nähfragezeichenantworten gibt es bei crafteln

Viele Grüße, Jasmin

1 Kommentar:

  1. Danke fürs Mitmachen und herzlichen Glückwunsch zum neuen Blog!

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