Donnerstag, 7. März 2013

Augen auf - Farbe bitte! Aber welche?

© Sylvia Krahl / PIXELIO

Hallo ihr Lieben!

In meiner alten Wohnung war mein Schlafzimmer überaus farbig. Eine Wand habe ich in einem fetten Dunkelrot gestrichen, die anderen Wände waren knallorange. Ich fand's klasse. Überhaupt war sehr viel Farbe in der Wohnung.

Das Kinderzimmer war rosa, die Küche rot-beige, das Wohnzimmer in einem freundlichen Gelb recht gedeckt gehalten, dafür habe ich den Flur kontrastreich in grau und rot gestrichen (ja, ich mag rot) und das Bad in türkis.

Als wir dann umzogen, musste überall neue Tapete an die Wände. Da so viel zu tun war, hatte ich keinen Bock auf Rauhfaser und Farbe. Und weil ich dachte, farbtechnisch sollte ich irgendwann mal groß werden, entschied ich mich zu recht gedeckten Farben wie Beige- und Gelbtöne.

Das Schlafzimmer bekam zwar eine rote Wand, aber von vornherein war ich mit dem Rotton unzufrieden. Er war mir nicht knallig genug. Wer aber mal versucht hat, günstig schöne Tapete zu kaufen, kennt mein damaliges Dilemma. Zumal ja auch eine passende Kontrastfarbe an die Wand musste - das war dann beige. Und ganz ehrlich - nach bald vier Jahren kann ich es einfach nicht mehr sehen ...



Wenn andere Frauen dann Schuhe kaufen, sieht man mich mit manischem Blick durch Baumärkte laufen. Ziemlich spontan brachte ich mein Geld nun bei dem großen orangenen Bauriesen unter und entschied mich zu einer Wandfarbe im Ton Mohn und in Papaya. Harhar.

Gestern hatte ich noch eine Stunde Zeit, bevor es zum Elternabend in der Schule ging. Ergo schnell abgeklebt, Malervlies auf den Boden geworfen, das Bett mit Knisterplane überzogen (das Katzenkind möge sich freuen!) und rot gemalt. Und das sieht trotz Vlies, Knisterplane und Farbtropfen in den Haaren einfach - ähm - geil aus. Heute, wahrscheinlich jetzt gleich, werde ich mich dann daran machen, schwere Möbel zu schieben, eigentlich unsichtbare Wände abzusaugen (Spinnnetze - igitt), tapetenfressendes Tape zu kleben und erneut das supertolle Malervlies auf den Boden zu werfen. Also ehrlich - nie wieder Folie auf dem Boden! Die darf gern temporär auf meinen Möbeln liegen, aber mehr auch nicht. 3,5x1m Malervlies kosten bei uns 3,50€ und ich fand die Investition bereits beim ersten Auslegen lohnenswert, als das Vlies im Gegensatz zur Folie keine bleibende Bindung mit mir eingehen wollte.

Da das Ende meiner Malerarbeiten aber abzusehen ist und ich nicht mehr ganz so biedere Farben in meinen vier Wänden haben möchte, überlege ich nun hin und her, was sonst noch an die Wand kann.

Allem voran geht die Toilette. Der Fliesenspiegel ist aus den 70ern und ich weiß, dass ich noch großes Glück habe mit diesem Hellrosaorangebraun. Anmalen werde ich die Fliesen nicht, dafür aber den Putz. Was haltet ihr von Knallorange? Papaya? Passt das? Die Alternative heißt Lagune. Ein sehr intensives Petroltürkis. Problematisch bei dem Raum ist, dass er höchstens 1,5qm groß ist ...


Gleich an nächster Stelle steht die Küche. Sie versteckt sich mit ihren Birkemöbeln unter einem hellen Melonegelb. Von mir aus dürfte gern die Küchenzeile auf einer roten Wand glänzen. Da ich noch ordentlich Papaya übrig haben werde (die 10l-Gebinde waren im Angebot ...), juckt es mir in den Fingern. Doch auch dieser Raum ist verhältnismäßig klein. Ich könnte die Farbe mit weiß verlängern. Aber ... Hmm ... Sieht das aus?


Oh Gott, auf dem Foto ist die Farbe noch schlimmer. Hier sieht sie gräulich aus, das ist sie aber eigentlich gar nicht.

Natürlich kam auch Lea sofort an und hätte gern frische Wände. Ihr Zimmer ist in Sonnengelb tapeziert, was ich eigentlich auch jetzt noch schön finde. Sie leider nicht. Und dann gab es noch diesen "Unfall" mit der schwarzen Farbe mitten auf einer Längswand ...


 Bei 13qm könnten wir uns mit der Farbe ähnlich austoben wie im Schlafzimmer. Sonnig sollte der Raum bleiben, doch nach Wunsch etwas "erwachsener".

Nun seid ihr dran! Ich für meinen Teil gehe nun wieder meiner Hausarbeit nach. Auf dass die rollige Katze heute nicht ganz so anhänglich ist.

Liebe Grüße, Jasmin

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